Dämpfe, was vom Treppenhaus bei deinem Hund ankommt, halte ihn von der Wohnungstür fern, solange du nicht üben kannst, und verknüpfe die Geräusche dann mit Futter, bis Schritte im Flur ein Leckerli ankündigen statt eines Eindringlings. Meldebellen bei Hausgeräuschen ist normales Revierverhalten; es wird weniger, wenn die Geräusche keine Neuigkeit mehr sind. Rechne mit Tagen bis zu ersten Fortschritten und mit Wochen für eine neue Gewohnheit.
DogHush beantwortet jedes Bellen mit deiner Stimme und hält fest, wann es war, Stunde für Stunde.
★★★★★ “It worked way better than I thought.” App-Store-Bewertung
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Warum ausgerechnet das Treppenhaus?
Weil dort alles zusammenkommt, was ein Hund melden möchte: fremde Schritte, die direkt auf seine Tür zuzukommen scheinen, Schlüssel, die Haustür, die ins Schloss fällt, der Aufzug, Stimmen, der Paketbote, der bei den Nachbarn klingelt. Ein hohes Treppenhaus mit Steinstufen, wie in vielen Altbauten, trägt jedes Geräusch durchs ganze Haus. Und es passiert unregelmäßig, den ganzen Tag, sodass er nie von selbst lernt, dass es normal ist. Viele Hunde bellen außerdem mehr, wenn sie neu eingezogen sind: Ein Haus voller unbekannter Schritte ist für sie zunächst ein Haus voller Eindringlinge.
Wie wird es für ihn leiser?
Als Mieter willst du nichts verändern, was beim Auszug Ärger macht, also bleibt alles abnehmbar.
- Die Tür abdichten. Ein Zugluftstopper unten und selbstklebendes Dichtungsband am Rahmen halten erstaunlich viel Schall ab. Beides lässt sich wieder entfernen.
- Die Geräuschkulisse an die Tür stellen, nicht neben den Hund. Ein Ventilator, ein Rauschgerät oder ein Radio zwischen ihm und dem Flur überdeckt die kleinen Geräusche, die ihn hochjagen. Dogs Trust empfiehlt das Radio genau dafür. Kontrollierte Studien zu weißem Rauschen bei Haushunden gibt es nicht; betrachte es als Überdeckung, nicht als Therapie.
- Weiche Flächen. Ein dicker Läufer im Flur oder ein Vorhang vor der Garderobe nimmt Hall heraus.
- Den Wachposten auflösen. Liegt sein Bett mit Blick auf die Wohnungstür, hat er einen Posten. Verleg es in das Zimmer, das am weitesten vom Treppenhaus entfernt ist, und schließ den Flur mit einem Türschutzgitter ab, damit er nicht patrouillieren kann.
Wie ändere ich, was das Geräusch für ihn bedeutet?
Das heißt Desensibilisierung und Gegenkonditionierung: der Auslöser in einer Stärke, die er aushält, und danach etwas Gutes. Die VCA-Tierkliniken empfehlen, mindestens zweimal pro Woche zu üben, besser täglich, und rechnen mit Stunden bis Monaten.
- Setz dich mit ihm und einer Dose kleiner, richtig guter Leckerli hin, zu einer Zeit, in der im Haus viel los ist, etwa wenn die Nachbarn am frühen Abend nach Hause kommen.
- Sobald du ein Geräusch aus dem Treppenhaus hörst, bevor er bellt, sagst du „Ja“ und fütterst. Geräusch, dann Leckerli, jedes Mal.
- Bellt er zuerst, warst du zu spät oder zu nah an der Tür. Geh weiter in die Wohnung hinein und versuch es noch einmal.
- Nach ein paar Tagen hört er Schritte und schaut dich an. Genau das ist das Verhalten, das du willst. Bezahl es gut.
- Für die Geräusche, die trotzdem durchkommen, nimmst du dein Ruhig-Kommando.
Du kannst die Geräusche auch gezielt üben: Nimm Schritte, die zufallende Haustür und den Aufzug mit dem Handy auf und spiel sie erst ganz leise ab, wie im Plan für die Klingel. Und schimpf nicht. Dogs Trust bringt es auf den Punkt: Manche Hunde denken, du bellst mit.
Und in den Stunden, in denen ich weg bin?
Dann kannst du nicht üben, also managst du: Geräuschkulisse an, Gitter zu, ein Futterspiel beim Gehen und vorher eine richtige Runde. Was wirklich passiert, zeigt dir eine Aufnahme deiner Abwesenheit.
Ist es Meldebellen und kennt er ein Ruhig-Kommando, kann DogHush ihm dieselbe Antwort geben wie du: Das iPhone bleibt zu Hause, am Ladekabel, mit der App geöffnet, und spielt innerhalb von etwa einer Sekunde dein aufgenommenes Wort ab, wenn er bellt. Bellt er dagegen ununterbrochen ab dem Moment, in dem du gehst, ist das nicht das Treppenhaus. Lies Hund bellt, wenn er allein ist.
Was sagt die Hausordnung?
Oft regelt sie Ruhezeiten, etwa mittags und nachts. In Eigentumswohnungen beschließt die Eigentümergemeinschaft die Hausordnung (§ 19 Wohnungseigentumsgesetz), im Mietshaus ist sie oft Teil des Mietvertrags. Lies sie, bevor jemand anderes sie dir vorliest. Gelegentliches Bellen gehört zum Leben im Mehrfamilienhaus; worauf es ankommt, sind Dauer, Häufigkeit und Uhrzeit. Was Gerichte dazu entschieden haben, steht in Hund bellt: Ruhezeiten und Gesetz. Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung.
Soll ich den Nachbarn Bescheid sagen?
Ja, bevor sie es dir sagen. Ein kurzes Gespräch im Treppenhaus oder ein freundlicher, unterschriebener Zettel mit deiner Nummer, dem, woran du arbeitest, und wie lange es ungefähr dauert, kauft dir Wochen an Geduld. Dogs Trust rät dasselbe: Wer weiß, dass trainiert wird, ist geduldiger. Liegt schon eine Beschwerde vor, fang mit Nachbar beschwert sich über Hundegebell an.
Quellen
- VCA Animal Hospitals. Introduction to Desensitization and Counterconditioning. https://vcahospitals.com/know-your-pet/introduction-to-desensitization-and-counterconditioning
- Dogs Trust. How to stop your dog barking. https://www.dogstrust.org.uk/dog-advice/training/unwanted-behaviours/stop-your-dog-barking
- Dogs Trust. Help your dog spend time alone. https://www.dogstrust.org.uk/dog-advice/training/home/help-your-dog-spend-time-alone
- ASPCA. Common Dog Behavior Issues: Barking. https://www.aspca.org/pet-care/dog-care/common-dog-behavior-issues/barking
- Wohnungseigentumsgesetz (WEG) § 19 Regelung der Verwaltung und Benutzung durch Beschluss (Abs. 2 Nr. 1: Hausordnung). gesetze-im-internet.de https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__19.html
Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information über Hundeverhalten, keine tierärztliche Beratung. Eine plötzliche Veränderung im Bellen oder Bellen mit Anzeichen von Not ist ein Grund für den Tierarzt.